Wie kann Interoperabilität die Nachhaltigkeit unterstützen?  Können Emissionsdaten entlang der Wertschöpfungskette länderübergreifend und standardisiert ausgetauscht werden! Ja! Und wie genau? Ein Demonstrator erfasst in der Produktion über unterschiedliche Systeme hinweg CO2- Emissionsdaten, übermittelt diese über unterschiedliche Plattformen, Unternehmensstandorte und Länder hinweg, erzeugt ein übergreifendes CO2-Reporting und zeigt damit auf, wie Interoperabilität gelebt werden kann! Zu erleben auf der Hannovermesse 2022 in Halle 8 am Stand der Plattform Industrie 4.0 sowie am Stand der OPC-Foundation. 

Unsere gemeinsame Präsentation des Demonstrators am 2.12.2021 auf dem EBDVF (European Big Data Value Forum) hat es gezeigt – Interoperabilität ist nicht nur ein nice-to- have, sondern Grundvoraussetzung für das Teilen von Daten, um länder- und firmenübergreifende Nachhaltigkeitswerte zu erfassen. Der Demonstrator zeigt das am konkreten Beispiel des Reportings von CO2-Emissionsdaten, die während der Produktion entstehen.

Motiviert, die Erfassung von Emissionswerten über die Nutzung einer übergreifenden End-to-End-Interoperabilität über Plattformen und Ländergrenzen hinweg darzustellen, haben die deutsche Plattform Industrie 4.0 und ihr US-Partner CESMII (das Smart Manufacturing Institute in US) gemeinsam mit Labs Network Industrie 4.0 und weiteren Partnern eine Premiere entwickelt – nämlich einen deutsch-amerikanischen Demonstrator für das Carbon-Reporting.

 

Weitere Beweggründe für den Aufbau des Demonstrators und wie er genau funktioniert, erfahren Sie im Factsheet  oder im Video der Präsentation vom 2.12.2021 (YouTube)  der BDVA oder live auf der Hannover Messe 2022 (Halle 8, Stände D24 und F07).

Die Erwartungen von Kunden, Aufsichtsbehörden und weiteren Stakeholdern wachsen, dass Unternehmen ihre CO2-Emissionen berichten, nicht nur auf Unternehmens- / Produktionsebene, sondern auch auf Produktebene – und dieses in steigender Frequenz.

Damit stehen die Produzenten und Lieferanten vor großen digitalen Hürden: verschiedene Datensysteme können nicht miteinander kommunizieren und Daten werden kaum automatisch übertragen von einem Unternehmen zum anderen. Auch unternehmensintern kann es eine Herausforderung sein, Daten über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg standardisiert zu erheben.

Darüber hinaus erfordert eine Berichterstattung auf Produktebene eine hohe Komplexität sowie eine detaillierte Datenerfassung und -zuordnung, und das über Unternehmensgrenzen hinweg.

Genau hier setzt der Demonstrator an und zeigt: eine Nutzung von Daten über Unternehmensgrenzen hinweg und in verschiedenen technischen Lösungen ist möglich – wenn diese Lösungen interoperable miteinander vernetzt werden.

Für die Nachhaltigkeit bedeutet das: Emissionsdaten, die während der Produktion anfallen, können digital gesammelt und über offene, standardisierte Schnittstellen plattformübergreifend und länderübergreifend bereitgestellt werden. Im Demonstrator werden die operativen CO2 -Emissionen während der Produktion, die sogenannten Scope 1 und 2 Emissionen erfasst und berechnet. Wenn das Produkt an einen Kunden weitergereicht wird, werden diese dokumentierten CO2-Emissionen in die weitere Wertschöpfungskette gesendet. Ein wichtiger Schritt, um zukünftig auch Scope-3 Emissionen, also die Emissionen aus dem gesamten Liefernetzwerk, abzubilden, die den Großteil der Emissionen in der Herstellung ausmachen. Und auch eine relevante Grundlage, um produktspezifische CO2-Fußabdrücke berechnen zu können.

 

Foto: Überblick Demonstrator

Das klingt einfach! Ist es auch, wenn die bereits heute vorhandenen Tools genutzt werden.  Da wären für unser deutsch-amerikanisches Beispiel:

  • die Verwaltungsschale (engl. Asset Administration Shell – AAS /Plattform Industrie 4.0) und das Smart Manufacturing Profile (SMP / CESMII) – als Datenmodelle,
  • die Verwendung eines etablierten offenen Standards (z.B. OPC UA) als einheitlichen „Daten Transport“, den AAS und auch SMP verstehen und verarbeiten können,
  • die Speicherung und Übertragung der Daten in den jeweiligen Lösungen zur Gewährleitung der individuell gesetzten Datensicherheit,
  • die CO2-Emissionen über eine einheitliche Erfassungs- und Bewertungsmethode gemessen und berechnet werden
  • und damit auch für einen weiterführenden Lifecycle weltweit zu Verfügung gestellt werden.
  • somit eine plattform-, standort- und länderübergreifende CO2-Berichterstattung möglich.

Ein sehr innovatives und auch relevantes Thema!

Der Demonstrator ist ein Pilotprojekt: Die Kooperationspartner haben mit dieser ersten Version des Demonstrators die Theorie erstmals in die Praxis umgesetzt und damit eine Grundlage für weitere Diskussionen geschaffen.

Weitere Beweggründe für den Aufbau des Demonstrators und wie er genau funktioniert, erfahren Sie im Factsheet  oder im Video der Präsentation vom 2.12.2021 (YouTube)  der BDVA oder live auf der Hannover Messe 2022 (Halle 8, Stände D24 und F07).

Die Rückmeldungen und Ergebnisse werden jetzt gesammelt und für eine Weiterentwicklung des Demonstrators in der deutsch-amerikanischen Arbeitsgruppe aufbereitet sowie in die weitere internationale Standardisierung einfließen, um Interoperabilität und Nachhaltigkeit zu fördern.

 

Interessiert an unserem Demonstrator?

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie drei kurze Fragen zum Demonstrant beantworten. Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit!

Hier geht’s zum Feedback-Formular zum Demonstrator.

Sie möchten mehr über die Berechnung des CO2-Fußabdrucks wissen? Erfahren Sie mehr im Factsheet !

Interessiert an einer persönlichen Beratung? Auch direkt auf der HMI 2022?

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