Bundesminister Altmaier trifft die koreanische Ministerin für kleine und mittlere Unternehmen und Start-ups, Young-sun Park

Deutschland und Korea verstärken ihre Zusammenarbeit bei der Industrie 4.0. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat heute die koreanische Ministerin für kleine und mittlere Unternehmen und Start-ups, Young-sun Park, in einer Zeichnungszeremonie zwischen Labs Network Industrie 4.0 (LNI 4.0) und Korean Smart Manufacturing Office (KOSMO) getroffen.

Der LNI 4.0 Verein wurde aus der Plattform Industrie 4.0 heraus gegründet und hat mit dem Korean Smart Manufacturing Office (KOSMO) eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Gemeinsam werden die Unterzeichner Forschung und Entwicklung von Industrie 4.0 Lösungen vorantreiben, welche vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zugute kommen sollen.

Bundesminister Altmaier: „Das heute geschlossene Joint-Agreement ist für uns ein weiterer Meilenstein, um unsere Aktivitäten im Bereich Industrie 4.0 international zu flankieren und uns mit innovativen Partnern zu vernetzen. Beide Seiten werden gleichermaßen von der vertieften Kooperation profitieren. Korea ist für uns schon jetzt einer der wichtigsten Industrie- und Technologiepartner in Asien und ein wichtiger Wertepartner, mit dem uns viele Gemeinsamkeiten verbinden.“

Die COVID19-Pandemie zeigt wie wichtig die Digitalisierung ist, um Wertschöpfungsnetzwerke resilient und flexibel zu gestalten. Dies ist eine globale Aufgabe. Internationale Kooperation ist die Grundlage für beiderseitiges Vertrauens und bietet Marktchancen für Industrie 4.0-Produkte aus beiden Ländern. Das Handelsvolumen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Korea betrug im Jahr 2019 fast 30 Mrd. Euro.

Auch das Projekt GAIA-X stößt in Korea auf großes Interesse, weil es einen souveränen und sicheren Datenaustausch zwischen Unternehmen ermöglicht und damit ein Grundbaustein für Industrie 4.0 Anwendungen legt. Mit der koreanischen Ministerin Park wurden Möglichkeiten zur Intensivierung der Zusammenarbeit diskutiert.

Aufgrund der aktuellen Situation fand die Zeichnungszeremonie in einem virtuellen Format statt.

Über LNI 4.0: Labs Network Industrie 4.0 e.V. (LNI 4.0) bietet sich als Dialog-, Kompetenz- und Experimentierplattform, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen an. LNI 4.0 ist ein gemeinnütziger und vorwettbewerblicher Verein, in dem Unternehmen Technologien, Innovationen und Geschäftsmodelle rund um Industrie 4.0 erproben können – in einem Umfeld ohne Wettbewerbsdruck und mit minimalen finanziellen und technischen Risiken.

LNI 4.0 ist ein stark gewachsenes Netzwerk von mehr als 45 renommierten Testzentren (Labs) und etwa 300 Unternehmen in ganz Deutschland, die in mehr als 120 Use Cases und fünf großen Testbeds zu den verschiedensten Themen Industrie 4.0-Innovationen in ihrer Praxisanwendung erproben.

Die Gründungsmitglieder des LNI 4.0 e.V. sind: Deutsche Telekom, Festo, SAP, SIEMENS sowie die Verbände Bitkom, VDMA und ZVEI.

Hier geht es zur Pressemitteilung des BMWi.

Thomas Hahn, Vorstandsvorsitzender des Labs Network Industrie 4.0